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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Gruppe Freudenberg e.V. findest du hier .
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Würde ich es nochmal machen? Ja, auf jeden Fall! Mit diesen Worten schloss ich den Bericht meines ersten Einsatzes im Zentralen Wasserrettungsdienst Küste im letzten Jahr. Also wollte ich nach meinen rundum positiven Erfahrungen aus dem Zentralen Wasserrettungsdienst Küste,kurz ZWRD-K, auch nach der diesjährigen Badesaison am Badesee Freudenberg ehrenamtlich an die Küste der Nordsee. Da es mir im letzten Jahr auf der Ostfriesischen Insel Langeoog, mit ihrem gut 12 Kilometer langen Strand mit feinstem Nordseesand, sehr gut gefallen hat, entschied ich mich dazu nochmal dort Station zu machen. Es wurde letztlich die Schlusswoche der bewachten Strandsaison von Langeoog, welche von Samstag den 26. September bis Samstag den 3. Oktober 2026 stattfand.
Da ich als „Wiederholungstäter“ auf die autofreie Insel nach Langeoog kam, brauchte ich weder eine Einweisung in die Anreise noch musste ich vom Bahnhof auf Langeoog abgeholt werden wie „Ersttäter“. Auch die Einführung in die DLRG-Unterkunft vor Ort mit sieben Zimmern, Gemeinschaftsküche, drei Bädern sowie Trockenraum und Waschmaschine nebst Trockner konnte somit entfallen. Wobei ich diesmal die Unterkunft der DLRG ohnehin nicht in Anspruch nahm sondern im Appartement wohnte. Zur Hauptsaison sind bis zu neun Wachgänger auf Langeoog stationiert. Jetzt zum Schluss der Badesaison waren wir fünf Wachgänger plus Wachleiter. Von jeweils 10 bis 17 Uhr müssen die drei Wachtürme auf Langeoog während der Badesaison besetzt sein. Das morgendliche Prozedere ist täglich festgelegt: Fahnen hissen, Rettungsmittel in Einsatzposition bringen, Badetafel mit den Angaben von Hochwasser, Niedrigwasser, Badezeit, Temperatur von Luft und Wasser beschriften und Einsatzposition auf dem Turm beziehen. Besonderes Augenmerk lieg dabei auf dem Stand des Hochwassers, denn danach richtet sich die offizielle Badezeit. Auf Langeoog ist diese zwei Stunden vor bis eine Stunde nach Hochwasser, denn die Strömung des auf- bzw. ablaufenden Wassers aufgrund des Tidenhubs von 2,70 Metern ist dann am geringsten und das Baden somit am sichersten. Wie schon im letzten Jahr war es wieder eindrucksvoll, wie anspruchsvoll Rettungsaktionen unter den erschwerenden Bedingungen von Wind, Wellen und Strömung an der Küste im Vergleich zu Binnengewässern sind. Zum Glück blieb es bei Rettungsübungen und nur leichten Einsätzen ohne ernsthafte Gefahr für die Personen.
Bei der jeden Tag abgehaltenen Dienstbesprechung in der Gemeinschaftsküche der DLRG Unterkunft erfolgte die Einteilung der Wachmannschaft auf die drei Wachtürme von Langeoog. Der diesjährige Wachleiter beschloss zunächst, in Absprache mit dem Strandleiter von Langeoog, alle drei Türme mit je zwei Personen zu besetzen, denn aufgrund des anhaltend guten Wetters waren noch viele Gäste auf der Insel und damit der Strand gut besucht.
Allerdings setzte der Bauhofleiter von Langeoog der Besetzung von drei Türmen bereits am
Dienstag ein frühes Ende. Denn die Aufräumarbeiten am Strand waren Seitens der Inselgemeinde zum Saisonende bereits in vollem Gange. Und so wurde die Räumung des Ost- und West-Turmes angeordnet, sodass wir ab Mittwoch nur noch den Hauptturm besetzen konnten. Nachdem wir unser DLRG-Einsatzmaterial aus den Türmen geräumt hatten, begann der Bauhof dann auch direkt mit dem Rückbau der beiden Türme. Somit war an den verbleibenden vier Tagen nur noch die Hälfte der Wachmannschaft im Einsatz
auf dem Hauptturm. Die anderen Personen konnten die sehr erholsame 20 km2 große Insel mit beeindruckender Dünenlandschaft erkunden. Das war bei allen Wachgängern sehr willkommen, denn dazu bleibt, aufgrund der bereits kurzen Tage Anfang Oktober und der früh einsetzenden Dunkelheit am Abend, sonst nur wenig Gelegenheit. Ein wenig Wehmut war dabei, als am Schlusstag dann auch der Hauptturm geräumt und die DLRG-Flagge zum letzten Mal in der Saison 2026 eingeholt wurde, denn das Wetter zeigte sich beim Ausräumen nochmal sommerlich warm. Insgesamt haben in diesem Jahr 127 Wachleute für die Sicherheit am Strand auf Langeoog gesorgt und dabei etwa 8.000 Stunden Dienst gemacht. Nur einmal musste eine Person aus dem Wasser gerettet werden, insgesamt gab es fast 1.500 Erste-Hilfe-Einsätze seitens der DLRG.
Text: Hans Greiner
Foto: Langeoog News
Bildunterschrift:
Die letzte Wachmannschaft der Saison 2026 auf Langeoog: Arnold aus Fulda, Lisa aus
Brandenburg, Hans aus Freudenberg, Wachleiter Alexander Dombrowski aus Viersen, Georg
aus Bergisch Gladbach und Bernd aus Bad Wildungen (von links).
DLRG ZWRD-K:
www.dlrg.de > Mitmachen > Wasserrettungsdienst > Zentraler Wasserrettungsdienst-Küste
Info-Telefon: 05723-955 450
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